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Mit Hilfe von Lebensmittelautomaten können hofeigene Produkte unabhängig von Ladenöffnungszeiten und fern von der Hofstelle an den Kunden gebracht werden.

milchautomat Biolandwirt Gregor Zierer aus Freising in Bayern ist neue Wege in der Vermarktung der hofeigenen Produkte – Fruchtjoghurt, Joghurtdrinks und Milchmischprodukte – gegangen. Seit etwa zwei Jahren vermarktet er seine Milcherzeugnisse auch über einen Milchautomaten, der auf dem Gelände der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising steht. Inzwischen sind zwei weitere dazugekommen. Die Nachfrage hat sich sehr gut entwickelt, mit den Einnahmen sind die Zierers mehr als zufrieden. Die Automaten befüllt Sohn Florian täglich, sie stehen keine fünf Kilometer vom Hof entfernt.

 

Gerne würde Familie Zierer auch anderswo Milchautomaten aufstellen. Der richtige Standort sei entscheidend, so Florian Zierer: „Da, wo viel Frequenz ist und es keine Konkurrenz gibt.“ Schwierig sei es vor allem in der Nähe von Kantinen, die verständlicherweise ihre eigenen Produkte verkaufen wollen. Besonders attraktive Standorte für weitere Milchautomaten wären zum Beispiel Produktionsstätten der Autohersteller oder Einkaufscenter mit viel Laufkundschaft.

 

Bei der Wahl des Automaten sei es den Zierers wichtig gewesen, einen Anbieter zu finden, der eine Rundum-Betreuung anbietet, heißt es auf ‘oekolandbau.de’ weiter. Als entscheidenden Tipp rät der junge Landwirt seinen Kollegen, den Automaten unbedingt mit den eigenen Produkten zu testen und sich vom Hersteller schriftlich zusichern zu lassen, dass der Automat für die jeweiligen Produkte geeignet ist. Die Anschaffungskosten für sein Modell liegen bei rund 6.000 Euro, die Stromkosten bei rund 250 Euro im Jahr. Gegen Aufpreis gibt es auch Automaten, deren Füllstand der Betreiber im Internet verfolgen kann oder solche, an denen der Kunde selbst Milch zapfen kann, je nach Bedarf in 0,5- oder 1-Liter-Flaschen.
22.07.2014

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